Fortbildungsseminare und Termine
Unter der Leitung von Elisabeth Breit-Schröder und Andrea Opitz-Gerz Dipl.-Psych., Psychologische Psychotherapeutinnen
Termin: 16.05.2012
Nur für AbsolventInnen der gesamten Weiterbildung
Unter der Leitung von Elisabeth Breit-Schröder und Andrea Opitz-Gerz Dipl.-Psych., Psychologische Psychotherapeutinnen
Termin: 17.05. - 19.05.2012
Beginn: Donnerstag 10:00 Uhr. Ende: Samstag 14:00 Uhr
Für TeilnehmerInnen mit Vorkenntnissen in Körperorientierter Psychotherapie
Weiterbildungsprogramm
Zulassung:
Die Weiterbildungsprogramme sind offen für PsychologInnen, ÄrztInnen und SozialpädagogInnen mit Tätigkeit im psychiatrischen und psychotherapeutischen Bereich. Erfahrung in psychotherapeutischer Arbeit wird vorausgesetzt.
Seminar 1: Die Integration von körperbezogenen Interventionen in die verbale Arbeit
21. - 23.02.2013, Andrea Opitz-Gerz, 300,- Euro
- Einführung ins Modell der körperorientierten Psychotherapie
- Entwicklung der Konzeptes: von affektmotorischen Schemata zur Idee der Körperfähigkeiten
- Bedeutung der Forschung über frühkindliche Entwicklung und frühe Eltern-Kind –Interaktion
- Körpertherapie als wichtiger Schlüssel zu Erlebnisaktualisierung und unbewussten inneren Prozessen und Schemata
- Indikation und Voraussetzungen für den Einsatz der verschiedenen Arten von Körpertechniken
- Systematischer Aufbau einer körperorientierten Intervention : Übergänge von verbaler zu körperorientierter Arbeit
- Arbeit mit Körperempfindungen, Haltung, Gesten und Bewegungen, szenischer Darstellung eines inneren Geschehens oder einer Beziehungserfahrung
- Demonstration und Einüben verschiedener Körpertherapietechniken
- Einbettung körperorientierter Interventionen in laufende Beratungs- und Therapieprozesse
Seminar 2: Emotionen und Körper
20. - 22.06.2013, Elisabeth Breit-Schröder, 300,- Euro
- Einige Forschungsergebnisse aus Neuropsychologie und Emotionsforschung
- Konzept der Körperabwehr von Gefühlen und therapeutischer Umgang damit
- Körpertherapeutische Arbeit mit verschiedenen emotionalen Bereichen: z.B. mit Trauer, Ärger, Angst, Scham, Sehnsucht, Freude
- Körperbezogene Interventionen zur Wahrnehmung, Differenzierung und Akzeptanz von Gefühlen sowie zur Öffnung und Vertiefung von Gefühlsprozessen
- Körperlicher Ausdruck von Gefühlen: Von Mikroschritten zum vollen Ausdruck
- Körpertechniken zur Begrenzung und Regulation negativer Emotionen, insbesondere von Angst, überwältigender Trauer und Verzweiflung sowie Wut
- Verschiedene Möglichkeiten mit der Atmung zu arbeiten sowie Umgang mit unterschiedlichen Reaktionen auf die Atemarbeit
- Indikation und Kontraindikation für die Arbeit mit vertiefter Atmung
- Demonstration und Einüben eines Repertoires an grundlegenden Körpertechniken im Sitzen, Stehen oder Liegen bei der Arbeit mit Emotionen
- Kasuistik
Seminar 3: Interaktion, Mentalisierung und Körper
Baustein 1-A: 26. - 30.06.2012, George Downing, 650,- Euro
Baustein 1-B: 03. - 07.12.2013
- Ursprüngliche Fassung des Konzepts der Mentalisierung von Fonagy, Steele, & Steele
- Weitere Ausarbeitungen des Mentalisierungs– Konzepts
- Ergebnisse der Bindungsforschung und angrenzender Gebiete über die Entwicklung von Mentalisierung bei Kindern
- Das Konzept des „prozeduralen Kerns“ („procedural core“): ein in der Entwicklung erworbenes Repertoire, den Körper in die Interaktion einzubringen
- Video – Beispiele von Eltern-Säuglings-Interaktionen und Eltern-Kind-Interaktionen, die den prodeduralen Kern formen
- Die verschiedenen Beziehungen zwischen dem prozeduralen Kern und Mentalisierungsfähigkeiten im Verlauf der kindlichen Entwicklung
- Hypothesenbildung über den prozeduralen Kern und die Mentalisierungsfähigkeiten eines Patienten
- Körperbezogene Techniken zur Veränderung des prozeduralen Kerns
- Techniken zur Veränderung von Mentalisierungsfähigkeiten
- Wege, die Arbeit mit dem prozeduralen Kern und mit Mentalisierung zu koordinieren.
Seminar 1: Psychosomatik
18. – 20.10.2012, Andrea Opitz-Gerz, 300,- Euro
- Überblick über allgemeine Konzepte zu psychosomatischer Symptombildung: Der psychische „Gewinn“ der Externalisierung. Der Körper als Beziehungsobjekt. Alexithymiehypothese.
- Bedeutung eines körperorientierten Vorgehens im Dienste von Stressreduktion und Erweiterung der Körpererfahrung
- Passivität, Hilflosigkeit und Klagehaltung als Herausforderung für die therapeutische Beziehung
- Psychosomatische versus somatopsychische Zusammenhänge
- Bedeutung der Entwicklung realistischer Ziele
- Beispiel : Schmerzstörung
- Hypothesen zur Entstehung : Bedeutung von Trauma
- Kontext des Symptoms: interaktionelle Bedeutung
- Körperorientierte Exploration und Erweiterung des „Schmerzdiskurses“
- Konzept der Achtsamkeit, Arbeit mit Körperwahrnehmung und - empfindung
- Beispiel: Ess-Störungen
- Hypothesen zu früher Interaktion
- Ebene der therapeutischen Zusammenarbeit
- Körpertherapeutische Interventionen zur Unterstützung von Autonomie und Kontrolle
Seminar 2: Depression
17. – 19.01.2013, Elisabeth Breit-Schröder, 300,- Euro
- Die Vielfalt der depressiven Symptomatik
- Überblick über wichtige psychodynamische und lerntheoretische Konzepte zur Depressionsentstehung
- Depression als Störung der Selbstwertregulation
- Geschlechtsspezifische Morbiditätsrisiken
- Depression und frühe Mutter-Kind-Beziehung
- Verlust als Trauma und Verläufe komplizierter Trauer
- Körpertherapeutische Techniken zur Mobilisierung positiver „Körpererinnerungen“
- Körperorientierte Arbeit an negativen Kognitionen
- Körpertechniken zur Unterstützung von Selbstwirksamkeit und Selbstbehauptung
- Körpertechniken, die den Gefühlszugang ( Traurigkeit, Ärger etc.) erleichtern
- Körpertechniken zur Verbesserung der interpersonalen Fähigkeiten
Seminar 3: Angststörungen
25. – 29.06.2013, George Downing, 650,- Euro
- Therapieplanung: Rolle und Timing von körperbezogenen Techniken bei Angststörungen
- Körperbezogene Techniken zur:
- Exposition
- Unterstützung interpersoneller Fähigkeiten
- leichteren Mobilisierung positiver Emotionen
- Transformation von frühkindlichen Schemata, die mit exzessiver Angst in Verbindung stehen
- Spezifische Behandlungsfragen bei:
- generalisierter Angststörung
- sozialer Phobie
- Trennungsangst von Kindern
- Zwangsstörung
- Panikstörung
- Übertragung und Gegenübertragung bei der therapeutischen Arbeit mit Angstpatienten
Seminar 1: Borderline-Störung
17. – 19.10.2013, Elisabeth Breit-Schröder, 300,- Euro
- Grundsätzliches zu Persönlichkeitsstörungen
- Diagnostische Unterscheidung der symptomatischen und der strukturellen Ebene
- Borderline und Komplextrauma
- Die therapeutische Beziehung als Ort intensiven Geschehens: Übertragungs- und Gegenübertragungsprobleme. Aufbau einer kooperativen Arbeitsbeziehung
- Bedeutung des therapeutischen Rahmens. Umgang mit Grenzen
- Betrachtung des Konzeptes der projektiven Identifikation
- Bedeutung von Mentalisierung und Achtsamkeit
- Körpertherapeutische Methoden zu Verbesserung von Selbststeuerung und Affektkontrolle: Regulation aversiver Gefühlszustände und Reduktion von Intensität
- Körpertechniken zur Verbesserung der inneren Wahrnehmung und Regulation von Ärger
- Körpertechniken zur Verbesserung der interpersonalen Fähigkeiten
- Fragen der Behandlungsplanung: Zieldefinition und die Rolle der Körperarbeit
Seminar 2: Trauma
23. – 25.01.2014, Andrea Opitz-Gerz, 300,- Euro
- Überblick über zentrale Konzepte der Traumaforschung : Traumatischer Stress, Trauma und Gehirn, Trauma und Gedächtnis
- Dissoziation
- Traumafolgestörungen
- Trauma-Reaktionen bei Kindern und Jugendlichen
- Resilienzfaktoren
- Körpertherapeutische Methoden der Stabilisierung und Stressreduktion
- Körperbezogene Imaginationen
- Kontrolle von Flashbacks und dissoziativen Zuständen
- Körpertherapeutische Techniken zur Mobilisierung von Ressourcen
- Körperbezogenen Techniken für ein strukturiertes, dosiertes Herangehen an die traumatische Erfahrung ( Trauma- Exposition)
- Körperorientiertes Arbeiten an der – durch die Traumatisierung beeinträchtigten - Beziehungsfähigkeit : Setzen von Grenzen, Ausdruck von Gefühlen, Zulassen von Nähe und Distanz, ggf. Wiederaneignung von Sexualität (nächstes Seminar!)
Seminar 3: Sexualität
24. – 28.06.2014, George Downing, 650,- Euro
- Sexualität als wesentlicher Themenbereich in jeder Langzeitpsychotherapie, auch bei Patienten ohne spezifische sexuelle Problematik
- Unterschiede in den Therapiezielen bei Vorliegen oder bei Fehlen von sexuellen Problemen
- Effektive Wege, den therapeutischen Dialog für sexuelle Themen zu öffnen
- Verschiedene Aspekte der kindlichen Entwicklung, die die spätere erwachsene Sexualität beeinflussen
- Relevante Techniken für die Bearbeitung sexueller Themen:
- kognitive Techniken
- körperbezogene Techniken
- Übertragung und Gegenübertragung in Bezug auf sexuelle Themen
- Spezifische Überlegungen in Bezug auf:
- Patienten mit unverarbeitetem sexuellen Trauma
- Patienten mit Substanz-Abhängigkeit
- Patienten mit Psychose und Schizophrenie
- Jugendliche Patienten
- Patienten mit Abhängigkeit von Internet-Pornographie
- Paartherapie
10 x 3 Stunden Supervision
20 Stunden Selbsterfahrung als Einzeltherapie
Abschlusskolloquium 2 Stunden
Fortbildungsprogramme im Detail
Wiederholung der Körpertechniken aus Stufe I und II
Zum Inhalt: An dem Seminartag werden die Körpertechniken, die in unserer Weiterbildung gelehrt wurden, wiederholt:
- Techniken der Neustrukturierung
- Druckpunkttechniken
- Atemtechniken
- Techniken zur vertikalen Ausrichtung
- Affektive Techniken
- Innere Techniken
- Repräsentierende Bewegungen bzw. Slow- Movement Techniken
Die Techniken werden demonstriert und in Dyaden wiederholt und geübt. (Die Einbettung der Körpertechniken in den verbalen Kontext wird an diesem Seminartag nicht wiederholt). Die Wiederholung der Körpertechniken soll die TeilnehmerInnen unterstützen, ihr Repertoire zu erweitern und mehr Variationsmöglichkeiten für die körpertherapeutische Arbeit aktiv zur Verfügung zu haben.
| Termin: | 16.05.2012 / 10 – 18 Uhr / Der Fortbildungstag findet am Tag vor dem Fortgeschrittenen – Seminar statt |
| Ort: | Traumahilfezentrum, Horemansstr. 8, Rgb., 80636 München |
| Kosten: | 110,00 EUR |
| Anmeldeschluß: | 15.04.2012 |
Anmeldung an:
Münchener Arbeitsgruppe für körperorientierte Psychotherapie
Sekretariat: Simone May
Destouchesstr. 14
80803 München
Tel.: 089/ 271 2126, Fax: 089/ 271 6584
info@george-downing.com
Sucht und körperorientierte Psychotherapie
Zum Inhalt: Sucht ist ein Thema, das in vielerlei Hinsicht die beraterisch/ therapeutische Praxis berührt, selbst dann, wenn wir nicht im engeren Sinne in der Suchthilfe tätig sind: Neben den bereits diagnostizierten Suchtpatienten finden sich andere mit einem verborgenen Suchtproblem. Oft kommen auch die erkrankten Partner von Süchtigen oder aber Patienten, deren Kindheit durch einen suchtkranken Elternteil geprägt war. Die Arbeit mit diesem Thema erfordert spezifisches Behandlungswissen und eine geschulte Sensibilität. Das Fortgeschrittenenseminar will dazu einen Beitrag leisten.
Unter einer körperorientierten Perspektive werden wir relevante Konzepte in der Suchtarbeit beleuchten:
- Motivation und Kooperation
- Arbeit mit Ambivalenz
- Zielorientierung und Ressourcenmobilisierung
- „Craving“, Umgang mit Rückfällen
Weitere Aspekte: Sucht und System ( Ko-Abhängigkeit), Sucht und Gender, Sucht und Trauma.
Körperpsychotherapeutisches Arbeiten fördert die für ein suchtfreies Leben notwendigen Fähigkeiten: durch einen neuen Zugang zu positiven Körpererfahrungen, Verbesserung von Spannungstoleranz und Selbstregulation und Unterstützung von Autonomie und Selbstwirksamkeit.
Neben Theorie-Inputs und Betrachtung von Fallbeispielen werden Interventionen demonstriert und in Kleingruppen geübt. Wie immer bietet das Fortgeschrittenenseminar Gelegenheit, in vertrauter Atmosphäre das körpertherapeutische Repertoire aufzufrischen.
| Termin: | 17.05. - 19.05.2012 / Beginn: Donnerstag 10:00 Uhr / Ende: Samstag 14:00 Uhr |
| Ort: | Traumahilfezentrum, Horemansstr. 8, Rgb., 80636 München |
| Kosten: | 330,00 EUR |
| Fobipunkte: | werden beantragt |
| Anmeldeschluß: | 15.04.2012 |
Anmeldung an:
Münchener Arbeitsgruppe für körperorientierte Psychotherapie
Sekretariat: Simone May
Destouchesstr. 14
80803 München
Tel.: 089/ 271 2126, Fax: 089/ 271 6584
info@george-downing.com
